Jahresrückblick aus der Potenzialwerkstatt 2025

Dieses Jahr war kein leichtes Jahr.

Aber es war eines, das Klarheit gebracht hat.

Ich habe Entscheidungen getroffen, die mir nicht leichtgefallen sind, die mich gefordert haben und die mir gleichzeitig sehr deutlich gezeigt haben, wofür ich stehe. In diesem persönlichen Jahresrückblick teile ich Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnisse aus meiner Arbeit als Unternehmer und Coach – über Führung, Verantwortung und darüber, warum Klarheit oft dort entsteht, wo man bereit ist, ehrlich hinzuschauen.

 

Jahresrückblick Potenzialwerkstatt – ein Jahr der Klarheit, der Entscheidung und des inneren Wachstums

Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, dann denke ich weniger in Projekten, Umsätzen oder Meilensteinen. Ich denke in Momenten. In Gesprächen, die länger gedauert haben als geplant. In Entscheidungen, die nicht aus dem Bauch heraus getroffen wurden, sondern aus einer Haltung heraus, die sich über Jahre entwickelt hat. Und ich denke an Phasen, die nicht leicht waren, die aber rückblickend genau richtig waren.

Dieses Jahr hat mir einmal mehr gezeigt, dass Entwicklung selten laut passiert. Sie zeigt sich leise, oft erst im Nachhinein, manchmal erst dann, wenn man bereit ist, ehrlich hinzuschauen und Dinge nicht mehr schönzureden.

Ich habe mit vielen Unternehmern und Führungskräften gearbeitet, die nach außen stabil wirkten und innerlich gemerkt haben, dass sich etwas verschoben hat. Rollen passten nicht mehr sauber. Verantwortung wurde getragen, aber nicht mehr bewusst gestaltet. Entscheidungen wurden getroffen, aber nicht mehr mit Klarheit. Genau dort setze ich an. Nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit Raum für Reflexion, Einordnung und echte Orientierung.

Gleichzeitig war dieses Jahr auch für mich persönlich ein Jahr der Zumutung. Und ich meine das im besten Sinne. Ich habe eine Zusammenarbeit beendet, die über viele Jahre Bestand hatte, erfolgreich war und wirtschaftlich eine große Rolle gespielt hat. Ein Auftraggeber, der einen erheblichen Teil meines Umsatzes ausgemacht hat und mit dem viel Gemeinsames entstanden ist. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Im Gegenteil. Sie hat mich über Wochen beschäftigt, emotional gefordert und mir stellenweise den Schlaf geraubt.

Der Grund war kein Konflikt im klassischen Sinne. Es war vielmehr die Erkenntnis, dass sich die Herangehensweise, die Erwartungen und die Art der Zusammenarbeit zunehmend von dem entfernt haben, wofür ich stehe. Meine Werte, mein Verständnis von Entwicklung, von echter Begleitung und von respektvoller Zusammenarbeit waren nicht mehr deckungsgleich. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man weiter funktioniert oder ob man Haltung zeigt.

Diese Entscheidung hat Kraft gekostet. Und sie hat mir gleichzeitig sehr klar vor Augen geführt, wie wichtig die strategische Ausrichtung ist, die ich vor Jahren bewusst eingeschlagen habe. Keine Abhängigkeit von einem einzelnen Auftraggeber. Kein Klumpenrisiko, das im Zweifel die eigene Existenz bedroht. Heute trägt mich genau diese langfristige Strategie. Kein Kunde macht mehr als dreißig Prozent meines Jahresumsatzes aus. Diese Unabhängigkeit gibt mir nicht nur wirtschaftliche Stabilität, sondern vor allem innere Freiheit in meinen Entscheidungen.

Und vielleicht ist genau das die überraschendste Erkenntnis dieses Jahres: Während überall von Rezession, Zurückhaltung und Schlechtwetterprognosen gesprochen wird, wird 2025 für mich das umsatzstärkste Jahr meiner bisherigen Selbstständigkeit. Nicht, weil ich lauter geworden bin. Nicht, weil ich mich verbogen habe. Sondern weil Klarheit wirkt. Weil Haltung Vertrauen schafft. Und weil viele Unternehmen genau jetzt spüren, dass sie mehr brauchen als Konzepte und Maßnahmen.

Die Potenzialwerkstatt ist in diesem Jahr noch klarer geworden in dem, was sie ist und was sie bewusst nicht ist. Kein Methodenkoffer. Kein Trainingsanbieter von der Stange. Sondern ein Ort für ehrliche Entwicklung, für klare Gespräche und für Führung, die nicht auf Lautstärke, sondern auf Wirkung setzt. Ich arbeite mit Menschen, die Verantwortung tragen und bereit sind, sich selbst dabei nicht auszuklammern.

Dieses Jahr hat mich darin bestätigt, dass gute Führung Zeit braucht, Tiefe braucht und manchmal auch Mut, Dinge zu beenden, um Platz für Neues zu schaffen. Es hat mir gezeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und wertebasierte Entscheidungen kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken können, wenn man bereit ist, konsequent zu sein.

Ich gehe aus diesem Jahr mit Dankbarkeit. Für Vertrauen. Für Offenheit. Für Prozesse, die nicht immer bequem waren, aber ehrlich. Und mit einer großen Ruhe, die daraus entsteht, wenn man weiß, dass der eingeschlagene Weg trägt.

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich ähnliche Fragen beschäftigen oder dass du an einem Punkt stehst, an dem Entscheidungen anstehen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich tragfähig sein sollen, dann lohnt sich oft ein Gespräch. Nicht, um schnelle Antworten zu bekommen, sondern um Klarheit zu gewinnen.

Ein erfolgreiches gesundes und harmonisches 2026.

Dieter Schnaubelt und das Team der Potenzialwerkstatt

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